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Angriff auf Weihnachtsmarkt: Tatverdächtiger wohl als Flüchtling nach Deutschland gekommen

Quelle: Euronews German - Länge: 01:00s - Veröffentlicht: < > Embed
Video: Angriff auf Weihnachtsmarkt: Tatverdächtiger wohl als Flüchtling nach Deutschland gekommen

Berlin steht unter Schock: Mindestens 12 Menschen sind nach dem LKW-Angriff auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz tot, 49 weitere zum Teil schwer verletzt.

Der Tatverdächtige wurde festgenommen.

Offenbar handelt es sich bei ihm um einen Flüchtling.

Medieninformationen zufolge gelangte er am 31.

Dezember vergangenen Jahres über die Balkanroute nach Deutschland.

Er sei über Passau eingereist und soll aus Pakistan oder Afghanistan stammen.

Die Polizei vermutet einen Terroranschlag und schließt einen Unfall aus.

Die Identifizierung des Verdächtigen ist schwierig, da er verschiedene Namen benutzte.

Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der Verdächtige den aus Polen stammenden LKW gegen 20 Uhr rund 50 bis 80 Meter über den Markt an der Gedächtniskirche und zerstörte dabei unter anderem mehrere Buden.

Ein Mann, der auf dem Beifahrersitz saß, kam laut der Polizei vor Ort ums Leben.

Er war Pole.

Der LKW wurde inzwischen zur Spurensicherung abgeholt.

Der für den Staatsschutz zuständige Generalbundesanwalt in Karlsruhe übernahm die Ermittlungen.

LKW gehörte polnischer Spedition Der Lastwagen gehörte einer polnischen Spedition, wie deren Eigentümer Ariel Zurawski dem polnischen Sender TVN 24 sagte.

Der Fahrer, sein Cousin, sei seit etwa 16.00 Uhr am Montag nicht mehr zu erreichen gewesen.

Für ihn könne er die Hand ins Feuer legen, dass er kein Attentäter sei.

“Ihm muss etwas angetan worden sein”, sagte er.

Polnische Medien berichten, die GPS-Daten des LKW hätten gezeigt, dass der Wagen ab etwa 16 Uhr mehrmals gestartet worden sei.

Das berichtete der Sender TVN24 unter Berufung auf die betroffene polnische Spedition bei Gryfino in der Nähe von Stettin.

Dabei könnte es sich um Versuche eines mutmaßlichen Entführers gehandelt haben, den LKW zu steuern, vermuteten polnische Medien.

Gegen 19.45 Uhr habe der Wagen seinen Standort in Berlin endgültig verlassen, hieß es.

Demnach hatte der LKW seit etwa Montagmittag vor einer Berliner Firma geparkt.

Es sei geplant gewesen, aus Italien transportierte Stahlkonstruktionen Dienstagfrüh dort auszuladen, sagte der Spediteur dem Sender.

Die Berliner Polizei teilte dagegen mit, es bestehe der Verdacht, dass der Sattelschlepper in Polen von einer Baustelle gestohlen worden sei.

Beleidsbekundungen von Gauck, Merkel und anderen Der Berliner “Tagesspiegel” berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, der Verdächtige sei den Ermittlern bekannt, allerdings nicht wegen eines terroristischen Hintergrundes, sondern wegen kleinerer krimineller Delikte.

Nach Worten von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) war die Situation am Abend unter Kontrolle.

Der Regierungschef reagierte geschockt.

«Was wir hier sehen, ist dramatisch», sagte Müller auf dem Breitscheidplatz.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich bestürzt.

“Wir trauern um die Toten und hoffen, dass den vielen Verletzten geholfen werden kann”, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit.

Merkel sei mit de Maizière und Berlins Bürgermeister Müller in Kontakt.

Bundespräsident Joachim Gauck äußerte sich ebenfalls betroffen.

“Das ist ein schlimmer Abend für Berlin und unser Land, der mich wie zahllose Menschen sehr bestürzt”, teilte Gauck mit.

Ähnlich äußerten sich Frankreichs Präsident François Hollande, Italiens Ministerpräsident Paolo Gentiloni und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker.

Frankreich erhöhte die Sicherheitsvorkehrungen auf seinen Weihnachtsmärkten.

Der designierte US-Präsident Donald Trump sprach schon von einem “schrecklichen Terrorangriff”.

Polizei bittet um Zeugenhinweise Die Polizei schaltete ein Portal frei, über das Augenzeugen des möglichen Anschlags in Berlin Fotos und Videos hochladen können.

Zuvor hatte die Polizei gebeten, kein Bildmaterial über Soziale Medien zu verbreiten oder es per Twitter an die Behörden zu senden.

Auf Handy-Fotos und -Videos könnten Hinweise zu sehen sein, die den Ermittlern bei ihrer Arbeit helfen.

Bitte übersenden Sie Ihre Bild- und Videohinweise zum Ereignis #Breitscheidplatz an folgendes Upload-Portal:https://t.co/VgRGAV8AJB#Danke— PolizeiBerlinEinsatz (@PolizeiBerlin_E) 20.

Dezember 2016 Bei einem Anschlag im Juli in Nizza waren 86 Menschen ums Leben gekommen, als ein Tunesier mit einem Lastwagen über die Uferpromenade der Mittelmeermetropole fuhr.

Für den Anschlag hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Verantwortung übernommen.



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