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Brenn-Stoff: Wenn Drogen vernichtet werden

Quelle: DPA - Länge: 01:58s - Veröffentlicht: < > Embed
Video: Brenn-Stoff: Wenn Drogen vernichtet werden

Biebesheim/Wiesbaden, 18.04.19: Diese unspektakulären blauen Säcke in der Verbrennungsanlage für Sonderabfall im südhessischen Biebesheim sehen vielleicht aus wie Restmüll nach einem Umzug.

«Was riecht denn hier so komisch heute, habt ihr was Besonderes hier?» Der Inhalt der 42 Bündel mit einem Gesamtgewicht von 466 Kilogramm hat aber wahrscheinlich einen Wert von mehreren Hunderttausend Euro: In den Säcken schlummern die Drogen, die in den vergangenen zwölf Monaten im Rahmen von Strafverfahren bei der Staatsanwaltschaft Wiesbaden sichergestellt wurden.

Bei den Experten in Biebesheim wird alles unter Aufsicht der Ermittler in einem Spezialofen bei Temperaturen von 1200 Grad vernichtet.

O-TON Oliver Kuhn, Staatsanwaltschaft Wiesbaden «Es handelt sich um Drogen die sichergestellt wurden, Marihuana Amphetamine, die nicht in unbefähigte Hände gelangen dürfen, sie wurden unter Aufsicht hertransportiert und werden unter Aufsicht hier vernichtet, damit sie nicht in falsche Hände geraten.» Was für die einen routiniertes Alltagsgeschäft ist, bedeutet für die Ermittler aus Wiesbaden einen Transport unter hohen Sicherheitsvorkehrungen.

Neben den Mitarbeitern aus der Asservatenkammer der Staatsanwaltschaft haben Einsatzkräfte aus dem Polizeipräsidium Westhessen den Transport mit der heißen Ware begleitet.

Neben einer Vielzahl an Betäubungsmitteln, die in der Asservatenkammer in verschließbaren Plastiktüten aufbewahrt werden, sind es auch Werkzeuge wie Drogen-Waagen, Waffen, Laptops oder Handys.

Auch diese Beweismittel mit Schadstoffpotenzial werden hier entsorgt.

Die Betäubungsmittel werden zusammen mit anderen gefährlichen Abfällen vollständig verbrannt.

Auch die dabei entstehenden Gase werden nach Angaben von Betriebsleiter Blum so sauber gereinigt, dass sie an die Umwelt abgegeben werden können.

Der reine Verbrennungsprozess dauert knapp eine halbe Stunde.

Nach der Behandlung in einem zylindrischen sogenannten Drehrohrofen bei 1200 Grad kommen die Reste auch noch in eine Nachbrennkammer mit rund 1000 Grad, so dass alles vollständig vernichtet wird.



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