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2002-2016: Der letzte "Dschungel von Calais"?

Quelle: euronews (auf Deutsch) - Länge: 02:32s - Veröffentlicht: < > Embed
Video: 2002-2016: Der letzte

Die zahlreichen Flüchtlinge in Calais glauben weiterhin an ihren Traum, eines Tages nach Großbritannien zu gelangen.

Dort wollen sie versuchen, Flüchtlingsstatus und Asyl zu bekommen.

Schon seit 1998 existieren Flüchtlingslager in der Region am Ärmelkanal, am bekanntesten von ihnen ist das Lager Sangatte.

Es wurde vom französischen Roten Kreuz betreut.

Schon damals stellte die Situation Frankreich und Großbritannien vor humanitäre und politische Herausforderungen, ein Dauerstreit zwischen den beiden Ländern entbrannte.

Drei Jahre später, im Jahr 2002, beschlossen der damalige französische Innenminister Nicolas Sarkozy und sein britischer Amtskollege David Blunkett die endgültige Schließung des Lagers von Sangatte.

Dafür sollten drei Viertel der illegalen Flüchtlinge des Lagers Asyl in Großbritannien erhalten.

Nicolas Sarkozy: “Ich habe immer gesagt: Wenn das Gesetz genehmigt wird, können wir Sangatte innerhalb von drei bis sechs Monaten schließen.” Die Entscheidung führte zur Schließung des Lagers Sangatte im Dezember 2002, das damals 1600 Menschen beherbergte.

Daraufhin siedelten sich die neuankommenden Flüchtlinge in mehreren Camps unweit des Hafengeländes von Calais an, bald bekannt unter dem Namen “Dschungel von Calais”.

Es befand sich östlich von Sangatte.

Am 4.

Februar 2003 unterzeichneten die beiden Innenminister den Vertrag von Touquet, in dem u.a.

Festgelegt wurde, dass britische Beamte die Passkontrollen zur Einreise nach Großbritannien bereits im Hafen von Calais durchführen.

So konnten unerwünschte Flüchtlinge gar nicht erst auf die Insel gelangen.

Das gleiche gilt in umgekehrter Richtung: Die französischen Grenzbeamten kontrollieren bereits auf britischem Boden die Einreise in den Schengen-Raum.

Seit der Schließung des Lagers von Sangatte verteilten sich die Flüchtlinge erneut und siedelten sich um die Haupttransportwege an, ihre Zahl wächst stetig.

Im Jahr 2014 waren es bereits mehr als 200.000 Menschen, die versuchten, von Calais aus nach Großbritannien zu kommen.

The Jungle in Calais from 2002 to 2016 via karadaniellefox https://t.co/yLNSSIhMzm pic.twitter.com/7ScUBp4Iie— Blathnaid Healy (blathnaidhealy) 24 octobre 2016 Daraufhin sieht sich die Stadtverwaltung von Calais im Januar 2015 gezwungen, ein neues Lager zu eröffnen, das achtzehn Hektar große Zentrum “Jules-Ferry”.

Später wird es unter dem Namen der “neue Dschungel von Calais” bekannt werden.

Der südliche Teil dieses Provisoriums, in dem zwischen 6400 und 8100 Personen leben, wird zwischen dem 29.

Februar und 16, Märs 2016 dem Erdboden gleichgemacht.

Im September 2016 wurde eine Mauer entlang des westlichen Teils des Lagers errichtet, unweit der Straße zum Hafen gelegen.

Damit sollte verhindert werden, dass die Migranten auf Lastwagen klettern, um so nach Großbritannien zu kommen.

Am 26.

September 2016 hat der französische Präsident François Hollande eine komplette Räumung des Camps und eine Neuverteilung der Flüchtlinge versprochen: “Cala



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