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Wirtschaftsweise fordern von der EZB geldpolitische Wende

Quelle: Euronews German - LĂ€nge: 01:21s - Veröffentlicht: < > Embed
Video: Wirtschaftsweise fordern von der EZB geldpolitische Wende

Die deutschen Wirtschaftsweisen fordern von der EZB eine geldpolitische Wende.

“Risiken fĂŒr die FinanzstabilitĂ€t sprechen fĂŒr eine Normalisierung”, heißt es im Gutachten der fĂŒnf Experten fĂŒr die Bundesregierung.

Sie verweisen dabei auf den deutlichen Anstieg der Wohnimmobilienpreise in Europa und speziell Deutschland, wo die Bundesbank in StĂ€dten von einer Überbewertung zwischen 15 und 30 Prozent ausgehe.

Angesichts des Aufschwungs in der Euro-Zone sollten die WĂ€hrungshĂŒter ihre AufkĂ€ufe zĂŒgig verringern und frĂŒher beenden, so die Ökonomen.

Die EZB hatte im Oktober beschlossen, das Volumen ihrer monatlichen WertpapierkÀufe ab Januar auf 30 Milliarden Euro zu halbieren und die GeschÀfte zugleich bis mindestens September 2018 fortzusetzen.

Dies ist aus Sicht der Weisen jedoch keine geldpolitische Wende, vielmehr werde die Bilanz weiter aufgeblÀht.

Wirtschaftsweise warnen vor Überhitzung der Konjunktur – Tagesspiegel https://t.co/TqNr7qz6m6— Google News DE (@DieGoogleNews) 8.

November 2017 Prof. Volker Wieland, SachverstĂ€ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: “NatĂŒrlich soll sich die EZB am Euroraum insgesamt orientieren, deswegen diskutieren wir natĂŒrlich die Geldpolitik vor dem Hintergrund der Entwicklung des Euroraums. Und da stellen wir aber trotzdem fest, dass die EZB eigentlich eine geldpolitische Wende durchfĂŒhren sollte – zumindest mal die AnleihekĂ€ufe zĂŒgig zurĂŒckfahren und frĂŒher beenden als geplant.” SachverstĂ€ndigenrat kritisiert EZB – FAZ – Frankfurter Allgemeine Zeitung https://t.co/l6BLvvd611 Zeitung Wirtschaft pic.twitter.com/OgBSMZEUhs— Zeitungamade Angela (@zeitungamade) 1.

November 2016 WENN NICHT, “WĂŒRDE EIN MEHRHEITSBESCHLUSS ZUR SCHULDENRESTRUKTURIERUNG IM KRISENFALL SCHWIERIG” Der hohe Anteil der von der EZB und den nationalen Notenbanken gehaltenen Staatsanleihen könnte sich laut den Wirtschaftsweisen als Problem fĂŒr den Eurorettungsschirm ESM erweisen.

Denn seit 2013 enthalten Staatsanleihen im Euro-Raum sogenannte Collective Action Clauses (CACs).

Diese stellen sicher, dass die Zustimmung einer Mehrheit der GlÀubiger ausreicht, um einen alle Geldgeber betreffenden Schuldenschnitt umzusetzen.

“Aufgrund der hohen AnleihebestĂ€nde im Besitz des Euro-Systems wĂŒrde ein Mehrheitsbeschluss zur Schuldenrestrukturierung im Krisenfall jedoch schwierig”, so die Experten.

Denn die EZB könne aufgrund des im EU-Vertrag verankerten Verbots monetĂ€rer Staatsfinanzierung nicht fĂŒr eine Restrukturierung stimmen.

Dies könnte den Gegnern einer solchen Maßnahme zu einer SperrminoritĂ€t verhelfen.

Man empfehle der EZB auch “dringend” eine Strategie fĂŒr die Normalisierung ihrer Geldpolitik zu veröffentlichen.

Dann könnten sich “Marktteilnehmer darauf einstellen und Verwerfungen an den FinanzmĂ€rkten eher vermieden werden.” Zugleich wĂŒrde es den Staaten der Euro-Zone so ermöglicht, sich rechtzeitig auf einen Anstieg der Zinsen vorzubereiten.

Überauslastung droht Wirtschaftsweise erwarten „Boomphase“ fĂŒr Deutschland – Berliner Zeitung https://t.co/Q9w6hI4EoP #Zeitung pic.twitter.com/Vp5k3UDYs5— Zeitungamade Angela (@zeitungamade) 8.

November 2017 SACHVERSTÄNDIGENRAT Der SachverstĂ€ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, umgangssprachlich die fĂŒnf Wirtschaftsweisen genannt, ist ein Gremium, das im Jahr 1963 durch einen gesetzlichen Auftrag eingefĂŒhrt wurde.

Es befasst sich wissenschaftlich mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands.

Ziel ist die periodische Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zur Erleichterung der Urteilsbildung aller wirtschaftspolitisch verantwortlichen Instanzen sowie der Öffentlichkeit.

Zu diesem Zweck wird jÀhrlich ein Gutachten erstellt, das der Bundesregierung bis zum 15.

November zugeleitet wird.

SpÀtestens acht Wochen nach Vorlage des Gutachtens nimmt die Bundesregierung im Rahmen des Jahreswirtschaftsberichts dazu Stellung.

Sigrid Ulrich mit dpa, Reuters



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