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Ex-Box-Weltmeister wegen Steuerhinterziehung vor Gericht

Quelle: DPA - Länge: 01:54s - Veröffentlicht: < > Embed
Video: Ex-Box-Weltmeister wegen Steuerhinterziehung vor Gericht

Köln, 04.11.19: Der frühere Box-Weltmeister Felix Sturm muss sich ab heute vor dem Kölner Landgericht wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und des Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz verantworten.

Sturm sitzt seit April in Köln in Untersuchungshaft.

Dem 40-Jährigen wird vorgeworfen, Steuern in Höhe von 5,85 Millionen Euro hinterzogen zu haben.

O-Ton Jan Orth, Gerichtssprecher «Zum einen soll er in den Jahren 2009 bis 2017 erhebliche Einkünfte am Fiskus vorbei erzielt und dadurch so die Anklage 5,8 Millionen Euro an Steuern vorbei hinterzogen haben.» O-Ton Nils Kröber, Verteidiger «Es geht um Vorwürfe der Zurechnung zu einer dritten Person, wir reden hier nicht darüber was Herrn Catic ( - Felix Sturm, Anm.

Der Redaktion - ) etwas zugeflossen ist, sondern wir reden hier darüber, dass einer dritten Person etwas zugeflossen ist, was ihm zugerechnet werden soll.

Und jetzt können Sie sich vorstellen, dass, wenn jemandem ein Zufluss zugerechnet werden soll, den er nie erhalten hat, und den er auch nie mehr erhalten wird, dass das eine sehr spezielle Situation ist.» Außerdem muss das Gericht darüber urteilen, ob Sturm am 20.

Februar 2016 bei einem Kampf gegen den Russen Fedor Tschudinow gedopt gewesen ist, und durch den Einsatz der verbotenen Mittel bei seinem Gegner Körperverletzungen verursacht habe.

O-Ton Nils Kröber, Verteidiger «Auch das ist ein sehr spezielles Verfahren, denn hier geht es insbesondere darum, dass eine Körperverletzung vorgeworfen wird, in einer Situation eines Boxkampfes, wo es überhaupt um die Fragen gehen wird, ob es überhaupt nachgewiesen werden könnte, dass diese Substanzen von ihm genommen wurden, ob diese Substanzen in irgendeiner Weise geeignet wären hier einen Vorteil zu erzeugen, der am ende dazu geführt hat, dass der Gegner eine Körperverletzung erlitten hat.

Jeder kann sich den Kampf einmal anschauen, und das Ergebnis und sich mal fragen, wer die größeren Blessuren abbekommen hat, vor dem Hintergrund sehen wir auch der Thematik recht gelassen entgegen.» Sturm beteuerte bislang seine Unschuld.

Die Hauptverhandlung ist laut Gericht auf 23 Tage angesetzt und bis zum 27.

Februar 2020 geplant.



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