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Lohne: Wie die Heimat einer IS-Rückkehrerin reagiert

Quelle: DPA - Länge: 02:39s - Veröffentlicht: < > Embed
Video: Lohne: Wie die Heimat einer IS-Rückkehrerin reagiert

Lohne, 12.11.19: Lohne in Niedersachsen.

Die Stadt mit etwa 29 000 Einwnohnern ist bisher bundesweit nie in die Schlagzeilen geraten.

Das änderte sich vor wenigen Monaten.

Seit April diesen Jahres muss sich eine deutsche Frau, die in Lohne aufgewachsen war, vor dem Oberlandesgericht München verantworten.

Jennifer W.

Soll als Anhängerin des Islamischen Staats tatenlos zugesehen haben, wie ihr irakischer Ehemann ein fünfjähriges Mädchen verdursten ließ.

Tobias Gerdesmeyer ist Bürgermeister der Stadt Lohne.

Der Prozess gegen Jennifer W.

Sei in der Stadt kein aber großes Thema, sagt er.

O-TON Tobias Gerdesmeyer, Bürgermeister von Lohne «Jennifer W.

War mir persönlich vorher nicht bekannt.

Ich würde auch sagen, dass sie im Stadtbild bis dato keine Rolle gespielt hat, nicht aufgefallen ist.

Wir haben natürlich die Besonderheit, dass es kein Mensch mit Migrationshintergrund ist, sondern jemand, der hier als Deutsche in Lohne aufgewachsen, sozialisiert worden ist, insofern fragen wir uns natürlich schon, was die Ursachen dieser Radikalisierung sind.

Ich würde es aber nicht im Zusammenhang damit sehen, dass wir als Stadt Lohne viele Integrationsbemühungen die letzten Jahre und Jahrzehnte entfaltet haben.

Ich denke, das hat hier andere Ursachen, die ich so aus der Ferne aber auch nicht beurteilen kann.» Nur etwa fünf Autominuten vom Rathaus entfernt befindet sich die Lohner Moschee.

Jennifer W.

War hier nicht bekannt, wie Moschee-Sprecher Dirk Vulhop erzählt.

O-TON Dirk Vulhop, Sprecher der Moschee «Vor allen Dingen haben wir schon Bedenken gehabt, dass man uns als Gemeinde in Lohne vielleicht jetzt anders gegenübertritt.

Weil wenn man hört, dass sich jemand radikalisiert hat, der zum Islam gefunden hat, dass man das auch gleichzeitig mit der Moschee in Verbindung bringt, die dann auch dort vor Ort ansässig ist, das ist bei uns im Fall nicht so.

Wie gesagt: es ist ein Schock.» Und auch Holger Teuteberg hatte zuvor noch nie etwas von Jennifer W.

Gehört.

Vom ihrem Fall hat der AfD-Kreisvorsitzende das erste Mal in der Regionalzeitung gelesen.

O-TON Holger Teuteberg, AfD-Vorsitzender in Lohne «Ich bin als Kommunalpolitiker aber auch in meiner Funktion in ehrenamtlicher Tätigkeit viel mit Menschen zusammengekommen im Stadtbereich von Lohne, aber das war tatsächlich kein Thema.

Ich bin weder darauf angesprochen worden noch habe ich selber davon Kenntnis erlangt.

Das war also für mich und die Lohner eine Überraschung.» Die Radikalisierung von Jennifer W.

Hat mit der Stadt vermutlich nichts zu tun.

Sie muss andernorts passiert sein - vielleicht im Internet.

Das wissen auch die Lohner, die sich davon nicht beunruhigen lassen wollen.



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