Halle, 09.10.20: Am ersten Jahrestag des rechtsextremen und antisemitischen Terroranschlags von Halle hat die Stadt der Opfer gedacht.
Auf dem Innenhof der angegriffenen Synagoge wurde am Freitag ein Denkmal enthüllt.
Die umgestaltete Tür hielt vor genau einem Jahr den Schüssen des Attentäters stand.
In den Mittagsstunden versammelten sich Hunderte Menschen auf dem Marktplatz der Stadt.
Sie hielten mehrere Minuten lang schweigend inne, um an die zwei Toten, die Verletzten und Traumatisierten zu erinnern.
An der Synagoge wurden mehrere große Kränze niedergelegt und eine Gedenkplakette enthüllt.
Am 9.
Oktober 2019 hatte ein schwer bewaffneter Täter Sprengsätze über die Mauer des Synagogengeländes geworfen und versucht, in das Gotteshaus einzudringen.
Dort feierten mehr als 50 Gläubige den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur.
Als das Eindringen misslang, tötete er im Umfeld zwei Menschen.
Zurzeit läuft der Prozess gegen ihn.