Berlin 27.05.2021: Der Impf-Wettlauf gegen Corona geht weiter: Mit Biontech/Pfizer hat der erste Hersteller eine EU-Zulassung für 12- bis 15-Jährige beantragt.
Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will voraussichtlich an diesem Freitag ihre Entscheidung dazu bekanntgeben.
Unter anderem geht es um folgende Fragen: Was ist bei einer Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche anders als bei Erwachsenen?
Kinder sind biologisch gesehen keine kleinen Erwachsenen.
Es reicht also nicht, eine Impfdosis einfach an ihre Körpergröße oder ihr Körpergewicht anzupassen.
Für jedes Medikament sind grundsätzlich eigene Studien in der jungen Altersgruppe nötig.
Für den Antrag auf Zulassung für 12- bis 15-Jährige reichte für Hersteller Biontech/Pfizer allerdings ein Test an nur rund 1000 Teenagern.
Der Ständigen Impfkommission ist das für ihre Empfehlung aber «deutlich zu gering, um seltene Komplikationen nach der Impfung vorhersagen zu können», so ein Sprecher.
Wie gefährdet sind Kinder und Teenager überhaupt durch Covid-19?
Kinder erkranken deutlich seltener als Erwachsene an Covid-19 - wenn, können aber auch sie vereinzelt schwere Verläufe entwickeln.
Lassen sich Kinder auch anders als durch eine Impfung schützen?
In Deutschland sei laut dem Virologen Christian Drosten zu erwarten, dass sich bis zum Herbst Eltern von Schülern impfen lassen.
Diese Abschirmung der Haushalte könne hoffentlich auch den Schulbetrieb schützen, so dass dieser mit Tests offen gestaltet werden könnte.
Welche Rolle spielen Kinder für die Herdenimmunität?
Einer Studie zufolge sind Kinder und Jugendliche ähnlich ansteckend wie Erwachsenen.
Darum zählen auch Kinder und Jugendliche, wenn es um das Erreichen einer schützenden Herdenimmunität geht.
Sie lässt sich nur erreichen, wenn ein Großteil der Bevölkerung geimpft ist oder die Infektion durchgemacht hat.