Vor einem Jahr ist Friedrich Merz zum deutschen Kanzler gewählt worden. Schon der Start verlief holprig, der CDU-Chef benötigte zwei Wahlgänge für eine erforderliche Mehrheit – eine Premiere. Zwölf Monate später schneidet die Regierung in Umfragen schlecht ab. Der Druck auf Merz aus den eigenen Reihen, dem Koalitionspartner SPD nicht zu viele Zugeständnisse zu machen, wächst. Er habe als wiedergewählter Parteichef einen großen Handlungsspielraum bekommen, sagte Merz am Wochenende: „Aber ich habe keine Vollmacht, die CDU umzubringen.“ Doch auch die SPD hat schwer zu kämpfen.