Das Wiener Performancekollektiv Nesterval macht Theater zum Mitmachen und gilt damit längst als Kult. Für die Wiener Festwochen hat sich die queere Gruppe gleich zwei parallele Stücke ausgedacht, die die Nibelungen-Saga im postapokalyptischen Österreich weiterspinnen: „Donaugold“ zeigt eine autoritäre Partydiktatur, „Wallden“ eine naturnahe Hippiekommune. Beide Stücke sind längst ausverkauft – und beide entlarven mit theatralen Mitteln, wie utopische Gemeinschaften an sich selbst scheitern.